Blockpit vs. Koinly vs. CoinTracking: Welches Tool passt zu dir?
Du willst deinen Krypto-Steuerreport sauber erstellen – ohne Excel-Chaos, ohne Ratespiel. Hier bekommst du einen ausführlichen, praxisnahen Vergleich der drei beliebtesten Tools: Blockpit, Koinly und CoinTracking.
- ✓ Fokus auf Steuerreport & Export
- ✓ API/CSV-Importe für Börsen & Wallets
- ✓ Entscheidungshilfe nach Nutzerprofil
Schnellvergleich auf einen Blick
Wenn du nur 30 Sekunden hast: Das sind die typischen Stärken der drei Tools. Weiter unten bekommst du die komplette Detailanalyse (Unternehmen, Seriosität, Sicherheit, Features, Preislogik).
Starke Wahl, wenn du in Deutschland steuerpflichtig bist und eine klare, deutsch-nahe Steuerreport-Struktur suchst.
- Steuerreport-Workflow „für DE gedacht“
- Gute Usability für Einsteiger
- Read-only API / CSV-Importe
Ideal, wenn du viele Exchanges/Chains nutzt, DeFi/NFTs ein Thema sind und du ein Tool willst, das sehr breit kompatibel ist.
- Sehr breite Integrations-Abdeckung
- Gute Fehler- & Warnlogik
- Reports für viele Länder
Der Klassiker für Nutzer, die sehr tief auswerten wollen. Viele Reports, viele Einstellungen, viel Kontrolle – aber eher „Pro-UI“.
- Sehr viele Reports & Analysen
- CSV/Import-Flexibilität für Sonderfälle
- Stark bei großen Datenmengen
Vergleichstabelle: Funktionen, Steuer-Workflow, Integrationen
Die Tabelle ist bewusst praxisorientiert: Import, Datenqualität, Steuermethoden, DeFi/NFT-Support, Report-Export und typischer „Fit“ nach Nutzerprofil.
| Kriterium | Blockpit | Koinly | CoinTracking |
|---|---|---|---|
| Zielgruppe (typisch) | Einsteiger & DACH Fokus auf klare Steuerreports, einfache Bedienung |
International & DeFi Breite Integrationen, gut bei komplexen Setups |
Power-User Viele Reports, viele Einstellungen, mehr Einarbeitung |
| Import | API (read-only) + CSV Übliche Exchanges/Wallets, EU-orientiert |
API + CSV + Wallet-Imports Sehr breite Abdeckung |
API + CSV (sehr flexibel) Stark bei Sonderformaten/älteren Börsen-Exports |
| Transaktions-Qualität / Checks | Gute Standard-Checks Sauberer Workflow für „normale“ Fälle |
Sehr starke Warnungen/Flags Hilfreich bei DeFi/NFT/Brücken/Wraps |
Sehr granular, viel Kontrolle Mehr manuelles Tuning möglich |
| Steuerreport / Export | Stark (DE/EU) Report-Fokus, verständliche Struktur |
Breit (viele Länder) Gut, wenn du nicht nur DE brauchst |
Sehr viele Reports Steuer + Performance + Spezial-Auswertungen |
| DeFi / NFTs | Teilweise / abhängig vom Setup Bei Standardfällen ok, exotische Cases prüfen |
Sehr gut Stark bei DeFi/NFT-Workflows |
Machbar, aber „hands-on“ Mehr Konfiguration/CSV/Mapping möglich |
| UI / Bedienung | Einfach Guter Einstieg |
Modern Sehr gut geführt |
Komplex Viele Menüs, viele Optionen |
Seriösität & Sicherheit: Worauf du achten solltest
Bei Krypto-Steuer-Tools geht es um hochsensible Daten: Wallet-Adressen, Transaktionshistorien, ggf. auch Identitätsdaten. Hier ist das Minimum, das ein seriöses Tool erfüllen sollte – und wie du das in der Praxis überprüfst.
✅ Checkliste für echte Seriosität
- Read-only API: API-Keys dürfen keine Auszahlungs-/Trading-Rechte haben (nur Lesen).
- Transparente Firma: Impressum, Unternehmensinfos, erreichbarer Support.
- Datenschutz: DSGVO/EU-Datenschutz (für DE-Nutzer besonders wichtig).
- Sicherheit: TLS/HTTPS, Verschlüsselung „at rest“, 2FA für Accounts.
- Audit/Policies: Security-Seiten, DPA, klare Policies zu Datenverarbeitung.
- Exportierbarkeit: Du musst deine Daten/Reports exportieren können.
🔒 So bewertest du die Sicherheit praktisch
- API-Key Einstellungen prüfen: „Read only“ / „View“ / „No withdrawal“ aktivieren.
- Account-Härtung: 2FA + starkes Passwort + Passwortmanager.
- Verdächtige Imports: Werden Transfers sauber erkannt? Gibt es Warnungen bei fehlenden Cost-Basis?
- Support-Test: Stelle eine echte Frage – Antwortqualität sagt viel über Reife.
- Report-Review: Vor Abgabe einmal Plausibilitätscheck: große Ausreißer, negative Bestände, „unknown transactions“.
Preise: Wie die Anbieter typischerweise abrechnen
Die meisten Krypto-Steuer-Tools arbeiten mit Staffelpreisen – oft abhängig von Transaktionsanzahl (z. B. 100 / 1.000 / 10.000+) und ob du einen offiziellen Steuerreport exportierst. Unten findest du die typische Logik und worauf du beim Paket-Vergleich achten solltest.
📦 Typische Preismodelle (einfach erklärt)
- Free / Tracking: Portfolio-Übersicht, begrenzt bei Transaktionen/Reports.
- Report-Pakete: Du zahlst meist für den Steuerreport des jeweiligen Steuerjahres.
- Staffeln nach Transaktionen: Je mehr Trades/Bewegungen, desto höher das Paket.
- Mehrjahre: Backfills (alte Jahre) können extra kosten oder erfordern höheres Paket.
- Add-ons: Je nach Tool: DeFi/NFT/Professional-Support / Team-Features.
💡 So sparst du Geld (ohne Daten zu verlieren)
- Daten bereinigen: Duplikate/Fehlimporte entfernen senkt Transaktionszahl.
- Transfers korrekt markieren: Sonst entstehen „Fake Trades“ und mehr Events.
- CSV nur wenn nötig: API-Importe sind oft sauberer – weniger Nacharbeit.
- Vor Kauf prüfen: Welche Börsen/Wallets du wirklich brauchst, dann Tool wählen.
- Backfills planen: Wenn du mehrere Jahre nachholen musst, lohnt ein größeres Paket „einmal“.
Blockpit: Unternehmensinfo, Fokus, Stärken & Grenzen
Blockpit wird oft gewählt, wenn du eine Lösung willst, die sich im DACH-Raum „zu Hause“ anfühlt: klarer Steuerreport-Fokus, verständlicher Prozess, weniger Overload.
Unternehmen & Einordnung
- Positionierung: Steuerreport-Workflow für Europa/DACH.
- Seriosität: Achte auf Impressum, Security-Seite, Support-Qualität und klare Export-Reports.
- Typischer Fit: Privatanleger, HODL + gelegentliches Trading, einige Börsen & Wallets.
Stärken (praktisch)
- Guter Einstieg ohne „zu viel“ Komplexität.
- Report-getriebener Flow: Import → Checks → Export.
- Für viele Standardfälle in DE sehr angenehm.
Grenzen
- Wenn dein Setup sehr exotisch ist (DeFi-Layer, Bridges, viele NFTs), muss man genauer prüfen.
- Bei extrem vielen Transaktionen kann die Nacharbeit/Mapping Zeit kosten (wie bei allen Tools).
Koinly: Breite Integrationen & stark bei komplexen Setups
Koinly ist häufig die Wahl, wenn du „alles“ nutzt: mehrere Chains, DeFi, NFTs, viele Börsen – und du ein Tool suchst, das möglichst viel automatisch erkennt.
Unternehmen & Einordnung
- Positionierung: international, viele Länder & Integrationen.
- Seriosität: Prüfe Security/Privacy-Infos, 2FA, Export-Optionen.
- Typischer Fit: Multi-Exchange, Multi-Chain, DeFi/NFT.
Stärken (praktisch)
- Sehr breite Integrationsbasis (API/Wallet Imports/CSV).
- Gute Warnungen (fehlende Cost-Basis, „unknown transactions“, negative Bestände).
- Hilfreich bei DeFi/NFT, weil Events sehr vielfältig sind.
Grenzen
- Internationaler Fokus (UI/Terminologie kann für reine DE-Nutzer ungewohnt sein).
- Bei Sonderfällen bleibt trotz Automatik manchmal manuelle Klassifizierung nötig.
CoinTracking: Report-Tiefe & maximale Kontrolle
CoinTracking ist ein Klassiker. Viele Nutzer schätzen die enorme Report-Auswahl und die tiefe Kontrolle über Daten, Kategorien und Auswertungen – dafür braucht man meist etwas Einarbeitung.
Unternehmen & Einordnung
- Positionierung: Tracking + Reporting + Auswertungen in großer Tiefe.
- Seriosität: lange Marktpräsenz, sehr breite Funktionen (prüfe Security/2FA).
- Typischer Fit: Viel-Trader, große Historie, Daten-Nerds, Steuerberatung mit Spezialfällen.
Stärken (praktisch)
- Sehr viele Reports: Steuer, Performance, Zeiträume, Realized/Unrealized, Gebühren etc.
- CSV/Import-Flexibilität: gut bei „untypischen“ Börsen-Exports oder alten Daten.
- Mehr Möglichkeiten für manuelle Korrekturen/Mapping.
Grenzen
- UI wirkt oft „mächtiger“ als modern – für Einsteiger teils erschlagend.
- Du bekommst viele Optionen – musst aber wissen, was du tust (oder sauber nacharbeiten).
Welche Empfehlung ist für dich die beste?
Wenn du magst, nutze diese Entscheidungshilfe wie ein „Tool-Finder“. Sie orientiert sich an typischen Nutzerprofilen – nicht nur an Features.
Wenn du…
- hauptsächlich Exchanges + ein paar Wallets nutzt,
- einen klaren Steuerreport-Flow willst,
- nicht extrem viel DeFi/NFT machst,
- und „einfach abgeben“ dein Ziel ist.
Wenn du…
- viele Wallets/Chains/Exchanges hast,
- DeFi/NFTs nutzt, Bridges/Wrapping vorkommen,
- viele Warnungen & Checks als Hilfe willst,
- und möglichst viel automatisch matchen möchtest.
Wenn du…
- viel tradest oder lange Historie hast,
- sehr detaillierte Analysen willst,
- Sonderfälle mit CSV/Mapping lösen willst,
- bereit bist, dich etwas einzuarbeiten.
FAQ: Häufige Fragen (Steuerreport, Transfers, Sicherheit)
Diese Fragen kommen fast immer – gerade in Deutschland. Kurz, klar, praxisorientiert.
Kann ich mehrere Börsen & Wallets verbinden?
Ja. Alle drei Tools unterstützen typischerweise API-Importe (read-only) und/oder CSV. Wichtig ist, dass du wirklich alle Quellen importierst – sonst entstehen Lücken (z. B. fehlende Cost-Basis).
Was mache ich bei fehlenden/kaputten Transaktionen?
Erst prüfen: Sind Transfers korrekt als Transfers erkannt? Sind Duplikate drin? Gibt es „unknown“ Events? Danach Schritt für Schritt bereinigen. Bei DeFi/NFT ist manuelles Klassifizieren oft normal.
Ist ein API-Key sicher?
Nur wenn er read-only ist (keine Auszahlungen/Trading). Aktiviere zusätzlich 2FA beim Tool-Account, nutze starke Passwörter und prüfe regelmäßig deine API-Key-Berechtigungen bei der Börse.
Warum unterscheiden sich Gewinne zwischen Tools?
Unterschiede kommen meist von: fehlenden Einstandswerten, falsch erkannten Transfers, verschiedenen Steuermethoden (z. B. FIFO/LIFO je nach Land/Report), oder falsch klassifizierten DeFi-Events.
Kann ich den Report meiner Steuerberatung geben?
Genau dafür sind die Tools gedacht: Du exportierst den Steuerreport (und oft zusätzliche Tabellen), die deine Steuerberatung prüfen/übernehmen kann. Vorher unbedingt Plausibilität checken.
Ist das hier Steuerberatung?
Nein. Das ist ein Vergleich/Guide. Für eine verbindliche steuerliche Einordnung solltest du eine Steuerberatung konsultieren – besonders bei großen Summen, DeFi, Lending oder Firmenkonstrukten.
In 2 Minuten starten
Tool wählen, verbinden, prüfen, exportieren – und endlich Ruhe beim Thema Krypto-Steuer.