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Blockpit vs. Koinly vs. CoinTracking – Der große Vergleich (2026)
Krypto-Steuern · Deutschland · Vergleich 2026

Blockpit vs. Koinly vs. CoinTracking: Welches Tool passt zu dir?

Du willst deinen Krypto-Steuerreport sauber erstellen – ohne Excel-Chaos, ohne Ratespiel. Hier bekommst du einen ausführlichen, praxisnahen Vergleich der drei beliebtesten Tools: Blockpit, Koinly und CoinTracking.

  • Fokus auf Steuerreport & Export
  • API/CSV-Importe für Börsen & Wallets
  • Entscheidungshilfe nach Nutzerprofil

Schnellvergleich auf einen Blick

Wenn du nur 30 Sekunden hast: Das sind die typischen Stärken der drei Tools. Weiter unten bekommst du die komplette Detailanalyse (Unternehmen, Seriosität, Sicherheit, Features, Preislogik).

DACH-Fokus

Starke Wahl, wenn du in Deutschland steuerpflichtig bist und eine klare, deutsch-nahe Steuerreport-Struktur suchst.

  • Steuerreport-Workflow „für DE gedacht“
  • Gute Usability für Einsteiger
  • Read-only API / CSV-Importe
Viele Integrationen

Ideal, wenn du viele Exchanges/Chains nutzt, DeFi/NFTs ein Thema sind und du ein Tool willst, das sehr breit kompatibel ist.

  • Sehr breite Integrations-Abdeckung
  • Gute Fehler- & Warnlogik
  • Reports für viele Länder
Power-User

Der Klassiker für Nutzer, die sehr tief auswerten wollen. Viele Reports, viele Einstellungen, viel Kontrolle – aber eher „Pro-UI“.

  • Sehr viele Reports & Analysen
  • CSV/Import-Flexibilität für Sonderfälle
  • Stark bei großen Datenmengen
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Hinweis zu Preisen: Die Anbieter arbeiten mit Staffelpreisen (meist nach Transaktionsanzahl und Report-Funktionen). Ich beschreibe hier die Preislogik und typische Paket-Struktur. Bitte trage im finalen Artikel die exakten aktuellen Preise aus den offiziellen Preis-Seiten ein.

Vergleichstabelle: Funktionen, Steuer-Workflow, Integrationen

Die Tabelle ist bewusst praxisorientiert: Import, Datenqualität, Steuermethoden, DeFi/NFT-Support, Report-Export und typischer „Fit“ nach Nutzerprofil.

Kriterium Blockpit Koinly CoinTracking
Zielgruppe (typisch) Einsteiger & DACH
Fokus auf klare Steuerreports, einfache Bedienung
International & DeFi
Breite Integrationen, gut bei komplexen Setups
Power-User
Viele Reports, viele Einstellungen, mehr Einarbeitung
Import API (read-only) + CSV
Übliche Exchanges/Wallets, EU-orientiert
API + CSV + Wallet-Imports
Sehr breite Abdeckung
API + CSV (sehr flexibel)
Stark bei Sonderformaten/älteren Börsen-Exports
Transaktions-Qualität / Checks Gute Standard-Checks
Sauberer Workflow für „normale“ Fälle
Sehr starke Warnungen/Flags
Hilfreich bei DeFi/NFT/Brücken/Wraps
Sehr granular, viel Kontrolle
Mehr manuelles Tuning möglich
Steuerreport / Export Stark (DE/EU)
Report-Fokus, verständliche Struktur
Breit (viele Länder)
Gut, wenn du nicht nur DE brauchst
Sehr viele Reports
Steuer + Performance + Spezial-Auswertungen
DeFi / NFTs Teilweise / abhängig vom Setup
Bei Standardfällen ok, exotische Cases prüfen
Sehr gut
Stark bei DeFi/NFT-Workflows
Machbar, aber „hands-on“
Mehr Konfiguration/CSV/Mapping möglich
UI / Bedienung Einfach
Guter Einstieg
Modern
Sehr gut geführt
Komplex
Viele Menüs, viele Optionen

Seriösität & Sicherheit: Worauf du achten solltest

Bei Krypto-Steuer-Tools geht es um hochsensible Daten: Wallet-Adressen, Transaktionshistorien, ggf. auch Identitätsdaten. Hier ist das Minimum, das ein seriöses Tool erfüllen sollte – und wie du das in der Praxis überprüfst.

✅ Checkliste für echte Seriosität

  • Read-only API: API-Keys dürfen keine Auszahlungs-/Trading-Rechte haben (nur Lesen).
  • Transparente Firma: Impressum, Unternehmensinfos, erreichbarer Support.
  • Datenschutz: DSGVO/EU-Datenschutz (für DE-Nutzer besonders wichtig).
  • Sicherheit: TLS/HTTPS, Verschlüsselung „at rest“, 2FA für Accounts.
  • Audit/Policies: Security-Seiten, DPA, klare Policies zu Datenverarbeitung.
  • Exportierbarkeit: Du musst deine Daten/Reports exportieren können.
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Pro-Tipp: Nutze für Tools idealerweise einen eigenen E-Mail-Account + aktiviere 2FA. Wenn möglich, setze API-Keys zeitlich begrenzt und ohne Withdraw-Rechte.

🔒 So bewertest du die Sicherheit praktisch

  • API-Key Einstellungen prüfen: „Read only“ / „View“ / „No withdrawal“ aktivieren.
  • Account-Härtung: 2FA + starkes Passwort + Passwortmanager.
  • Verdächtige Imports: Werden Transfers sauber erkannt? Gibt es Warnungen bei fehlenden Cost-Basis?
  • Support-Test: Stelle eine echte Frage – Antwortqualität sagt viel über Reife.
  • Report-Review: Vor Abgabe einmal Plausibilitätscheck: große Ausreißer, negative Bestände, „unknown transactions“.

Preise: Wie die Anbieter typischerweise abrechnen

Die meisten Krypto-Steuer-Tools arbeiten mit Staffelpreisen – oft abhängig von Transaktionsanzahl (z. B. 100 / 1.000 / 10.000+) und ob du einen offiziellen Steuerreport exportierst. Unten findest du die typische Logik und worauf du beim Paket-Vergleich achten solltest.

📦 Typische Preismodelle (einfach erklärt)

  • Free / Tracking: Portfolio-Übersicht, begrenzt bei Transaktionen/Reports.
  • Report-Pakete: Du zahlst meist für den Steuerreport des jeweiligen Steuerjahres.
  • Staffeln nach Transaktionen: Je mehr Trades/Bewegungen, desto höher das Paket.
  • Mehrjahre: Backfills (alte Jahre) können extra kosten oder erfordern höheres Paket.
  • Add-ons: Je nach Tool: DeFi/NFT/Professional-Support / Team-Features.
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Wichtig: „Transaktion“ heißt nicht immer „Trade“. Auch Transfers, Fees, Staking-Rewards können als Transaktionen zählen. Das beeinflusst die Paketstufe massiv.

💡 So sparst du Geld (ohne Daten zu verlieren)

  • Daten bereinigen: Duplikate/Fehlimporte entfernen senkt Transaktionszahl.
  • Transfers korrekt markieren: Sonst entstehen „Fake Trades“ und mehr Events.
  • CSV nur wenn nötig: API-Importe sind oft sauberer – weniger Nacharbeit.
  • Vor Kauf prüfen: Welche Börsen/Wallets du wirklich brauchst, dann Tool wählen.
  • Backfills planen: Wenn du mehrere Jahre nachholen musst, lohnt ein größeres Paket „einmal“.

Blockpit: Unternehmensinfo, Fokus, Stärken & Grenzen

Blockpit wird oft gewählt, wenn du eine Lösung willst, die sich im DACH-Raum „zu Hause“ anfühlt: klarer Steuerreport-Fokus, verständlicher Prozess, weniger Overload.

Unternehmen & Einordnung

  • Positionierung: Steuerreport-Workflow für Europa/DACH.
  • Seriosität: Achte auf Impressum, Security-Seite, Support-Qualität und klare Export-Reports.
  • Typischer Fit: Privatanleger, HODL + gelegentliches Trading, einige Börsen & Wallets.

Stärken (praktisch)

  • Guter Einstieg ohne „zu viel“ Komplexität.
  • Report-getriebener Flow: Import → Checks → Export.
  • Für viele Standardfälle in DE sehr angenehm.

Grenzen

  • Wenn dein Setup sehr exotisch ist (DeFi-Layer, Bridges, viele NFTs), muss man genauer prüfen.
  • Bei extrem vielen Transaktionen kann die Nacharbeit/Mapping Zeit kosten (wie bei allen Tools).

Koinly: Breite Integrationen & stark bei komplexen Setups

Koinly ist häufig die Wahl, wenn du „alles“ nutzt: mehrere Chains, DeFi, NFTs, viele Börsen – und du ein Tool suchst, das möglichst viel automatisch erkennt.

Unternehmen & Einordnung

  • Positionierung: international, viele Länder & Integrationen.
  • Seriosität: Prüfe Security/Privacy-Infos, 2FA, Export-Optionen.
  • Typischer Fit: Multi-Exchange, Multi-Chain, DeFi/NFT.

Stärken (praktisch)

  • Sehr breite Integrationsbasis (API/Wallet Imports/CSV).
  • Gute Warnungen (fehlende Cost-Basis, „unknown transactions“, negative Bestände).
  • Hilfreich bei DeFi/NFT, weil Events sehr vielfältig sind.

Grenzen

  • Internationaler Fokus (UI/Terminologie kann für reine DE-Nutzer ungewohnt sein).
  • Bei Sonderfällen bleibt trotz Automatik manchmal manuelle Klassifizierung nötig.

CoinTracking: Report-Tiefe & maximale Kontrolle

CoinTracking ist ein Klassiker. Viele Nutzer schätzen die enorme Report-Auswahl und die tiefe Kontrolle über Daten, Kategorien und Auswertungen – dafür braucht man meist etwas Einarbeitung.

Unternehmen & Einordnung

  • Positionierung: Tracking + Reporting + Auswertungen in großer Tiefe.
  • Seriosität: lange Marktpräsenz, sehr breite Funktionen (prüfe Security/2FA).
  • Typischer Fit: Viel-Trader, große Historie, Daten-Nerds, Steuerberatung mit Spezialfällen.

Stärken (praktisch)

  • Sehr viele Reports: Steuer, Performance, Zeiträume, Realized/Unrealized, Gebühren etc.
  • CSV/Import-Flexibilität: gut bei „untypischen“ Börsen-Exports oder alten Daten.
  • Mehr Möglichkeiten für manuelle Korrekturen/Mapping.

Grenzen

  • UI wirkt oft „mächtiger“ als modern – für Einsteiger teils erschlagend.
  • Du bekommst viele Optionen – musst aber wissen, was du tust (oder sauber nacharbeiten).

Welche Empfehlung ist für dich die beste?

Wenn du magst, nutze diese Entscheidungshilfe wie ein „Tool-Finder“. Sie orientiert sich an typischen Nutzerprofilen – nicht nur an Features.

Empfehlung: Blockpit

Wenn du…

  • hauptsächlich Exchanges + ein paar Wallets nutzt,
  • einen klaren Steuerreport-Flow willst,
  • nicht extrem viel DeFi/NFT machst,
  • und „einfach abgeben“ dein Ziel ist.
Empfehlung: Koinly

Wenn du…

  • viele Wallets/Chains/Exchanges hast,
  • DeFi/NFTs nutzt, Bridges/Wrapping vorkommen,
  • viele Warnungen & Checks als Hilfe willst,
  • und möglichst viel automatisch matchen möchtest.
Empfehlung: CoinTracking

Wenn du…

  • viel tradest oder lange Historie hast,
  • sehr detaillierte Analysen willst,
  • Sonderfälle mit CSV/Mapping lösen willst,
  • bereit bist, dich etwas einzuarbeiten.

FAQ: Häufige Fragen (Steuerreport, Transfers, Sicherheit)

Diese Fragen kommen fast immer – gerade in Deutschland. Kurz, klar, praxisorientiert.

Kann ich mehrere Börsen & Wallets verbinden?

Ja. Alle drei Tools unterstützen typischerweise API-Importe (read-only) und/oder CSV. Wichtig ist, dass du wirklich alle Quellen importierst – sonst entstehen Lücken (z. B. fehlende Cost-Basis).

Was mache ich bei fehlenden/kaputten Transaktionen?

Erst prüfen: Sind Transfers korrekt als Transfers erkannt? Sind Duplikate drin? Gibt es „unknown“ Events? Danach Schritt für Schritt bereinigen. Bei DeFi/NFT ist manuelles Klassifizieren oft normal.

Ist ein API-Key sicher?

Nur wenn er read-only ist (keine Auszahlungen/Trading). Aktiviere zusätzlich 2FA beim Tool-Account, nutze starke Passwörter und prüfe regelmäßig deine API-Key-Berechtigungen bei der Börse.

Warum unterscheiden sich Gewinne zwischen Tools?

Unterschiede kommen meist von: fehlenden Einstandswerten, falsch erkannten Transfers, verschiedenen Steuermethoden (z. B. FIFO/LIFO je nach Land/Report), oder falsch klassifizierten DeFi-Events.

Kann ich den Report meiner Steuerberatung geben?

Genau dafür sind die Tools gedacht: Du exportierst den Steuerreport (und oft zusätzliche Tabellen), die deine Steuerberatung prüfen/übernehmen kann. Vorher unbedingt Plausibilität checken.

Ist das hier Steuerberatung?

Nein. Das ist ein Vergleich/Guide. Für eine verbindliche steuerliche Einordnung solltest du eine Steuerberatung konsultieren – besonders bei großen Summen, DeFi, Lending oder Firmenkonstrukten.

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